Die Welt des Oberwolfacher Bergbaus auf 16 Quadratmetern

Fassadengestalter Markus Ronge (links) mit Bürgermeister Matthias Bauernfeind vor dem neuen Kunstwerk in Oberwolfach

Lahr. In der Gemeinde Oberwolfach entsteht ein neues Kunstobjekt in der Alte Straße. Dort befindet sich eine Trafostation des Überlandwerk Mittelbaden, deren Fassade der professionelle Fassadengestalter und Künstlerischer Leiter bei artefx, Markus Ronge, im Auftrag des Überlandwerk Mittelbaden neu gestaltet. Innerhalb von drei Tagen erhält die drei Meter lange, 2,40 Meter breite und 1,80 Meter hohe Transformatorenstation in der Alte Straße ihr 16 Quadratmeter großes ummantelndes Motiv aus der Welt des Bergbaus.

Vor sechs Jahren startete das Überlandwerk Mittelbaden die Verkleidung seiner Transformatorenstationen in der Ortenau umzugestalten. Nicht selten werden so Trafostationen, deren Aufgabe es ist, den störungsfreien Netzbetrieb und Transport des Stroms sicherzustellen, für den Betrachter zu kleinen Kunstwerken.

Die Herausforderung bestand darin, ein Motiv auszuwählen, dass entweder die Belange der Kommune widerspiegelt oder das Thema Energiewende tangiert. Matthias Bauernfeind, Bürgermeister der Gemeinde Oberwolfach, freut sich:„Oberwolfach ist der einzige Ort im Schwarzwald, in dem noch heute aktiv Bergbau betrieben wird. Für unsere nachfolgenden Generationen und für unsere Gäste wollen wir auch den historischen Bergbau weiter präsent halten. Daher haben wir schon länger mit dem Besucherbergwerk Grube Wenzel, dem ‚Museum für Mineralien und Mathematik‘ sowie dem Themenpark ‚Historischer Bergbau und Mathematik‘ Orte zum Erleben geschaffen. Mit der Gestaltung der Trafostation wird dieser rote Faden nun weitergeführt.“

Begeistert für die Trafobemalung zeigen sich auch Michael Binder und Dr. Ole Wittko, Technischer - und Kaufmännischer Geschäftsführer des Überlandwerk Mittelbaden: „Wir ergänzen das funktionale Dasein unserer Stationen, weil wir so in den Städten und Gemeinden zu einem schöneren Ortsbild beitragen oder auch unsere regionalen Themen zur Energiewende den Bürgerinnen und Bürgern zeigen können.“