Um die Systemsicherheit in Deutschland weiterhin zu gewährleisten ist am 14. März 2015 die novellierte Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) in Kraft getreten. Hieraus ergaben sich für eine Vielzahl von EEG- und KWK-Anlagen entsprechende Pflichten zur Nachrüstung gemäß der in der Verordnung genannten Vorgaben. Im Ergebnis soll ein Betrieb der Erzeugungsanlagen in einem erweiterten Netz-Frequenzbereich sichergestellt werden. Die Übertragungsnetzbetreiber sind gemäß SysStabV unter anderem dazu verpflichtet die Nachrüstungen durch stichprobenweise Kontrollen (Qualitätskontrolle) zu überprüfen.

Bei der zwischenzeitlich weitestgehend abgeschlossenen Qualitätskontrolle Ende 2019 in den Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber hat sich gezeigt, dass einige umgerüstete Erzeugungsanlagen nach einer gewissen Zeit unbeabsichtigt und spontan auf ursprüngliche kritische Netz-Frequenzeinstellungen zurückgesetzt wurden. Es ist zukünftig sicherzustellen, dass die Einhaltung der SysStabV vorgegebenen Netz-Frequenzeinstellungen dauerhaft gewährleistet ist.

Es wird daher eine regelmäßige Kontrolle empfohlen.

Anlagenbetreiber haben den SysStabV-konformen Betrieb ihrer Erzeugungsanlage/n sicherzustellen.

Hierzu sind insbesondere diese Maßnahmen geeignet:

>> zum Beispiel regelmäßige eigenständige Überprüfungen der Parameter der Erzeugungsanlage/n.

>> Einschränkung der Zugriffsberechtigungen auf die Erzeugungsanlage/n durch Dritte auf das unbedingt erforderliche Maß.

>> Sensibilisierung der Zugriffsberechtigungen bei systemrelevanten Einstellungen

>> Hinterlegung/Kenntlichmachung systemrelevanter Einstellungen auf einem Anlagenbeiblatt und Kontakt zu einem technischen Ansprechpartner beim Anschlussnetzbetreiber.